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Kevin Kühnert (SPD) und Mario Czaja (CDU) im Gespräch I maischberger

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00:29:08
18.01.2023

Hat Deutschland ein Integrationsproblem? Welche Rolle spielen die Sprachkenntnisse bei der Integration? Sollte auf deutschen Schulhöfen nur Deutsch gesprochen werden? Und wie steht die SPD zu ihren Paritätsvorsätzen für das Kabinett nach der Ernennung von Boris Pistorius als Verteidigungsminister? Diesen Fragen stellen sich bei maischberger die Generalsekretäre der SPD und CDU, Kevin Kühnert und Mario Czaja. 🤍 Im Streit um die deutsche Integrationspolitik setzt CDU-Generalsekretär Mario Czaja einen Fokus auf den Spracherwerb. In Berlin gebe es viele Kinder, die ohne Deutschkenntnisse eingeschult werden, Sprache sei jedoch der Schlüssel zu gelungener Integration. Daher fordert er den verpflichtenden Kita- und Vorschulbesuch für alle Kinder, die noch kein Deutsch sprechen können. Der Ampel-Vorschlag der Doppelstaatsbürgerschaft lehnt er hingegen ab. SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert kritisiert die Aussagen des CDU-Parteivorsitzenden Friedrich Merz. Mit seiner „Pascha“-Aussage habe er keine Lösungen angeboten und Menschen mit Migrationshintergrund lediglich ein „Label aufgeklebt“. Man müsse in dieser Debatte differenzieren, und nicht Kinder für die Fehler erwachsener Straftäter verantwortlich machen. Die Täter in der Silvesternacht seien kein Beispiel „von misslungener Integration, sondern von misslungener Sozialisation“. Zur besseren Integration gehöre für Kühnert auch die doppelte Staatsbürgerschaft. Er betont jedoch, dass diese nur gegen Bedingungen ermöglicht würde. Zum Rücktritt von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht sagt Kühnert: „Die Anforderungen an das Amt sind multidimensional geworden“. Der Krieg in der Ukraine habe das Profil des Ministeramts verändert. Lambrecht sei vorher eine erfolgreiche Politikerin gewesen. Zur Ernennung des neuen Verteidigungsministers Boris Pistorius sagt Mario Czaja: „Er muss alle Chancen haben, wie jeder andere auch, jetzt erfolgreich zu sein“. Jetzt brauche die Bundeswehr-Truppe die Kompetenz und Durchsetzungsstärke, die vorher gefehlt habe. Dass durch die Minister-Ernennung die Parität im Bundeskabinett verloren ginge, sei „nicht egal“, sagt Generalsekretär Kühnert. Bundeskanzler Olaf Scholz und die SPD-Partei verfolgten weiterhin das Ziel, Kabinette paritätisch zu besetzen. Bei der Einzelbesetzung von Pistorius sei das nicht möglich gewesen, das sei „nicht schönzureden“. Zur ganzen Sendung vom 17.01.2023 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Claudia Major (Sicherheits- und Militärexpertin) Jürgen Becker (Kabarretist) Jagoda Marinić (Autorin und Kolumnistin) Michael Bröcker (The Pioneer) Twitter: 🤍 #Integrationsdebatte #Verteidigungsminister #Parität

Braucht es zivilen Widerstand? Markus Blume (CSU) und Aimée van Baalen im Gespräch | maischberger

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00:21:45
16.11.2022

Die Klimaproteste der Gruppe „Letzte Generation“ sorgen in Deutschland für Aufsehen. Die Aktivistinnen und Aktivisten blockieren Straßen und sorgen durch Beschädigungen von Kunstwerken in Museen für teils harte Kritik. CSU-Politiker Dobrindt warnet kürzlich davor, dass man das „Entstehen einer Klima-RAF“ verhindern müsste. Berechtigte Sorge oder unpassender Vergleich? Über diese Frage sowie über den richtigen Umgang mit der Klimakrise debattieren bei Sandra Maischberger: Der CSU-Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Markus Blume sowie die Aktivistin und Sprecherin von Letzte Generation Aimée van Baalen. Markus Blume kritisiert: „Wer Menschen in Gefahr bringt, ist ein Klimaradikaler, kein Klimaschützer“ und sieht die Gefahr einer Radikalisierung der gesamten Protestbewegung. Das Problem dabei sei, dass auf der einen Seite ein „hehres Ziel“ stehe, nämlich der Klimaschutz, auf der anderen jedoch eine „Wahl der Mittel“, die er ablehne. Die Anliegen der Bewegung Fridays for Future habe Blume sehr ernst genommen – dadurch habe auch bei ihm sowie in der Politik generell ein Umdenken stattgefunden. Klimaschutz sei auf der Agenda ganz oben. Doch Sachbeschädigungen in Museen und ein Erheben der Letzten Generation über den Rechtsstaat sei nicht in Ordnung. Er sei nicht sicher, ob die Politik genug tue – wolle jedoch „aus der Theorie in die Praxis“ gehen und konkrete Maßnahmen gerne umsetzen. Genau diese Maßnahmen fordert Aimée van Baalen. Deshalb protestiert sie auf der Straße – ziviler Widerstand sei dabei das „letzte Mittel, das uns noch bleibt“. Die Politik würde „das Recht brechen“ und verstoße permanent gegen das Klimaabkommen von Paris. Zudem habe ziviler Widerstand schon viele Rechte erobert – dies zeige, dass dieser ein wichtiger Akt sei. Kürzlich kam es in Berlin zu einem Unfall, bei dem eine Fahrradfahrerin von einem Betonmischer angefahren wurde und in Folge dieses Unfalls verstarb. Ein zur Hilfe gerufenes Spezialfahrzeug der Feuerwehr stand durch Protestaktionen der Letzten Generation im Stau und konnte die Unfallstelle nicht wie geplant erreichen. Dennoch verwehrt sich Aimée van Baalen gegen den Vorwurf, die Letzte Generation gefährde mit ihrem Protest Menschenleben. „Es ist schlimm, wenn Menschen bei Unfällen verletzt werden oder sogar sterben“, so van Baalen. Die Letzte Generation bilde deshalb bei ihren Aktionen im Notfall immer Rettungsgassen, durch die Autos gelangen könnten. Zudem betont sie: „Wir gehen niemals über die Grenze der Gewalt.“ Dies sei in den Grundsätzen der Gruppe auf deren Website nachzulesen. Zur ganzen Sendung vom 15.11.2022 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Winfried Kretschmann (Ministerpräsident Baden-Württemberg) Hubertus Meyer-Burckhardt (TV-Produzent und Autor) Markus Feldenkirchen („Der Spiegel“) Susanne Gaschke („NZZ“) Twitter: 🤍 #letztegeneration #csu #klimakrise #protest

Nach Kanzler-Machtwort: "Die Ampel ist stabil" - Christian Lindner im Interview | maischberger

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00:20:52
19.10.2022

AKW-Machtwort des Bundeskanzlers: Olaf Scholz hat per Richtlinienkompetenz verfügt, dass alle 3 verbleibenden Kernkraftwerke in Deutschland bis spätestens April 2023 weiterlaufen. Mit der Entscheidung hat er einem wochenlangen Streit zwischen FDP und Grünen ein Ende gesetzt. Was bedeutet das für die Zusammenarbeit innerhalb der Ampel-Koalition? Und ist die Gefahr von Blackouts minimiert? Sandra Maischberger hat Bundesfinanzminister und FDP-Parteichef Christian Lindner im Studio gefragt. Zunächst betont Lindner: „Die Ampel ist stabil.“ Die Anwendung der Richtlinienkompetenz wäre nicht zwingend erforderlich gewesen, wenn es nicht der Parteitag der Grünen gegeben wäre, betont Lindner. So seien die Grünen an ihren Beschluss gebunden gewesen. Der Kanzler habe nun diesen „schleppenden“ Entscheidungsprozess mit seinem Beschluss beendet. Zuvor habe er Christian Lindner und Robert Habeck ins Vertrauen gezogen, erklärt der Finanzminister: "Man muss doch davon ausgehen, dass der Kanzler nicht einen Brief an seinen Vizekanzler, an den Finanzminister schreibt, und die sind dann irgendwie vom Inhalt überrascht", so Lindner. "Wenn das so wäre, dann hätte die Koalition ein Vertrauensproblem. Aber so ist es nicht." Hätte die Entscheidung bei ihm und seiner Partei allein gelegen, "dann hätten wir zumindest neue Brennstäbe hingelegt und in Reserve gehabt", betont Lindner. "Wenn wir sie im nächsten Winter bräuchten, würden wir sie einbauen und nutzen. Wenn wir sie im nächsten Winter nicht brauchen, würden wir sie auf dem Weltmarkt verkaufen und froh sein, dass wir sie nicht brauchen." Schließlich erklärt der FDP-Chef, er sei "für eine ideologiefreie Energiepolitik". Dazu gehöre ebenfalls, die heimischen Öl- und Gasvorkommen in der Nordsee sowie die Gasvorkommen an Land in den Blick zu nehmen. "Das sogenannte Fracking. Das ist verantwortungsvoll, das ist sehr tief, da gibt es keine Erdbeben, das Trinkwasser ist nicht gefährdet. Also das kann man angehen, leistet auch einen Beitrag." Zur ganzen Sendung vom 19.10.2022 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Omid Nouripour, B‘90/Grüne (Parteivorsitzender) Nargess Eskandari-Grünberg, (Exil-Iranerin) Stefan Aust (Die Welt) Ulrike Herrmann (taz) Jessica Berlin (Politikwissenschaftlerin) Twitter: 🤍 #maischberger #FDP #AKW #Ampel

Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) und Alice Weidel (AfD) im Gespräch | maischberger

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00:27:51
20.09.2022

Soll Deutschland Offensivwaffen in die Ukraine liefern? Schaden die Sanktionen gegen Russland auch Deutschland? Und braucht es Friedensverhandlungen mit Putin? Darüber streiten bei Sandra Maischberger: Die AfD-Fraktions- und Parteivorsitzende Alice Weidel und die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP. Alice Weidel erklärt, dass es „nicht im deutschen Interesse sein könne, militärisch in den Krieg in der Ukraine einzugreifen.“ Dies könne einen 3. Weltkrieg provozieren. Deshalb hält sie auch die geforderte Lieferung von Kampfpanzern für den „völlig falschen Weg.“ Marie-Agnes Strack-Zimmermann hingegen stellt klar: „Putin hat diesen Krieg ausgelöst. Er ist ein Kriegsverbrecher.“ Der Krieg wende sich gegen die wertebasierte westliche Welt. Man hätte bereits 2015 auf die Angriffe Russlands in der Ostukraine besser reagieren müssen – heute müsse man daraus die Lehren ziehen. Weidel hingegen fordert „sofort Friedensverhandlungen.“ Es sei eine „hochgefährliche Situation“, in die die Bundesregierung Deutschland „bringen wolle.“ Zur Reise einiger AfD-Abgeordneter in die russisch besetzten Gebiete in der Ostukraine sagt sie: „Die Abgeordneten wollten sich ein objektives Bild der Lage machen.“ Die Reise sei jedoch kein Parteiauftrag gewesen. Insofern sei sie froh, dass die Abgeordneten zurückkehren wollen. Auch für Wirtschaftsbeziehungen mit Russland spricht sich die Parteivorsitzende der AfD aus. Strack-Zimmermann hingegen stellt klar: „Das Völkerrecht ist eindeutig.“ Dieses erlaube es, angegriffenen Staaten Unterstützung zu senden. Auch Waffenlieferungen würden dazuzählen. Zur ganzen Sendung vom 20.09.2022 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Wolfgang Ischinger (Botschafter a.D. und Präsident des Stiftungsrates der Münchener Sicherheitskonferenz) Oliver Kalkofe (Comedian und Schauspieler) Gabor Steingart („The Pioneer“) Kerstin Palzer („ARD-Hauptstadtstudio“) Twitter: 🤍 #maischberger #Ukraine #Russland

"Putin führt Krieg gegen den gesamten Westen“ – Boris Bondarew und Carlo Masala | maischberger

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00:26:43
24.11.2022

Russische Luftangriffe auf die Ukraine, unter anderem harte Schläge auf die Hauptstadt Kiew – hat die Ukraine noch die Chance auf einen militärischen Sieg gegen Russland? Wie stabil ist Putins Macht? Bei Sandra Maischberger im Studio: Der Militärexperte Carlo Masala und de ehemalige russische UN-Diplomat Boris Bondarew. Nach Ansicht des Militärexperten Carlo Masala stellt die Rückeroberung von Cherson durch die Ukraine zwar keinen Wendepunkt im Krieg dar, doch sei sie von symbolischer und militärstrategischer Bedeutung. Seiner Schätzung nach werde Russland im kommenden Frühjahr versuchen, die Stadt zurückzuerobern. Masala hält es zudem seit Kriegsbeginn für "illusorisch", dass die Ukraine den Krieg auf militärischem Wege gewinnen wird und ihr Gebiet vollständig zurückerobert. Die Ukraine müssen mehr Territorium zurückgewinnen, "damit die Russische Föderation realisiert, dass dieser Krieg für sie nicht mehr von Nutzen ist." Nur so könne die Ukraine ohne Vorbedingungen an den Verhandlungstisch kommen. Der ehemalige russische Diplomat Boris Bondarew schildert, er sei über den Kriegsausbruch schockiert gewesen. Er habe die militärische Aufrüstung lediglich als Säbelrasseln interpretiert, jedoch nicht mit einem Angriff gerechnet. Mittlerweile habe sich Wladimir Putin verkalkuliert. Der Präsident habe mit einem schnellen Sieg in kurzer Zeit gerechnet. Er sei falsch beraten worden. Der Vergleich des russischen Staats mit einem "Mafia-Staat" enthalte viel Wahrheit, so Bondarew. Das System des Kreml bestehe nicht aus Institutionen, sondern aus Seilschaften und sei völlig intransparent. Bondarew betont schließlich, Putin könne sich nicht leisten, den Krieg zu verlieren und "als Loser dazustehen". Er führe den Krieg nicht nur gegen die Ukraine, sondern die gesamte regelbasierte Weltordnung. Bondarew erachtet die Unterstützung der westlichen Staaten weiterhin als maßgeblich, um die Ukraine in eine Verhandlungsposition zu bringen. Fest stehe: Putin dürfe diesen Krieg nicht gewinnen. Zur ganzen Sendung vom 23.11.2022 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Gilda Sahebi (Journalistin und Deutsch-Iranerin) Marcel Reif (Sportjournalist und Fußballkommentator) Hatice Akyün ("Tagesspiegel"-Kolumnistin) Florian Harms (Chefredakteur von t-online) Twitter: 🤍 #maischberger #Ukraine #Russland #Krieg #NATO

Welcher Weg führt zum Frieden in der Ukraine? Norbert Röttgen und Ralf Stegner | maischberger

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00:25:53
19.01.2023

Sollte Deutschland jetzt Kampfpanzer in die Ukraine liefern? Und hat Bundeskanzler Olaf Scholz mit Boris Pistorius den Richtigen für die marode Bundeswehr gefunden? Darüber diskutieren Norbert Röttgen von der CDU und Ralf Stegner von der SPD. Die Entscheidung, wann Deutschland Leopard-Panzer an die Ukraine liefert, werde voraussichtlich in den nächsten Tagen fallen, so CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen. Er plädiert für mehr militärische Unterstützung von deutscher Seite. Wenn wir der Ukraine nicht liefern würden, was sie braucht, sorge dies nicht dafür, dass sich Putin zurückziehe: „Putin hat keine Chance mehr auf ein Zurück. Er wird drin bleiben.“ Röttgen betont außerdem: „Die Ukraine will gewinnen. Das Volk will überleben, seinen Staat verteidigen.“ Ralf Stegner betont, von Alleingängen, die Bundeskanzler Scholz häufig vorgeworfen werden, könne keine Rede sein, Deutschland habe bereits viele schwere Waffen geliefert: „Wir machen ganz viele Dinge mit den Amerikanern und den Franzosen zusammen.“ Um ein Ende des Krieges herbeizuführen, dürfe man nicht auf reine Militärlogik setzen, so der SPD-Außenpolitiker: „Wir müssen so viel Militär wie nötig, aber so viel Diplomatie wie möglich machen.“ Zur ganzen Sendung vom 18.01.2023 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Natalie Amiri (ARD-Korrespondentin) Hubertus Meyer-Burckhardt (Moderator und TV-Produzent) Sarah Bosetti (Satirikerin und Autorin) Christoph Schwennicke (Journalist) Twitter: 🤍 #maischberger #Pistorius #Lambrecht #Ukraine #Kampfpanzer #Russland

"Wir wollten die Welt verändern": Feministin Alice Schwarzer im Gespräch | maischberger

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00:22:47
30.11.2022

Am 3. Dezember wird die Journalistin und Publizistin Alice Schwarzer 80 Jahre alt. Sie gilt seit Jahrzenten als eine der führenden Feministinnen Deutschlands. Dabei tritt die Emma-Herausgeberin stets meinungsstark auf und scheut keine Kontroverse. Im Gespräch mit Sandra Maischberger spricht sie über die Entwicklungen des Feminismus, seine Errungenschaften und warum sie diese heute teilweise in Gefahr sieht. Außerdem äußert sie sich erneut zu der Frage von Waffenlieferungen an die Ukraine, nachdem sie diese bereits im April in einem offenen Brief kritisiert hatte. Schwarzers Leben wird derzeit in dem Film „Alice“ gezeigt. Die „junge Alice ist gar nicht so weit entfernt von der heutigen“, sagt die Feministin. Als sie den Film gesehen habe, sei sie mitunter den „Tränen nah gewesen“. Unter anderem bei den Nacherzählungen ihrer ersten Liebe zu Männern und Frauen sowie Trennungen dieser Zeit. Sie habe immer nur „der Mensch interessiert, nicht welches biologische Geschlecht dieser hat“. Heute könne man viele Errungenschaften des Feminismus sehen: „Frauen können heute alles sein, ob Kanzlerin oder Journalistin“, so Schwarzer. Dennoch sieht sie auch Gefahren. Manche Errungenschaft sei bedroht, beispielsweise „das Recht auf Abtreibung“. Kritik übt sie an Influencerinnen. Diese würden jungen Frauen falsche Ideale vermitteln. Kritisch blickt Schwarzer auf Debatten um Schönheitsideale: „Wir wollten keine glattere Haut, wir wollten die Welt verändern.“ Dennoch wolle sie die jungen Frauen nicht verurteilen. Probleme seien „keine Frage von Generationen“. Die Frage nach Waffenlieferungen an die Ukraine beantwortet Schwarzer immer noch wie in ihrem offenen Brief vom April diesen Jahres: „Ich bleibe mehr denn je bei meinem Nein zu Waffenlieferungen“. Man müsse schnellstmöglich Verhandlungen anstreben und dafür sorgen, dass „der Krieg nicht weiter eskaliere“. Laut Schwarzer „verlängert sich das Grauen mit Waffen.“ Zwar könne man gegen Russland „Schlachten gewinnen“ – der Preis dafür sei jedoch zu hoch. Zudem stellt Schwarzer die These auf, dass es sich bei dem Krieg in der Ukraine um einen „Stellvertreterkrieg der USA und Russland“ handeln würde. Zur Kritik an ihrer Haltung und öffentlichen Äußerungen zu transsexuellen Menschen erwidert Schwarzer: „Ich habe mich seit 1984 für die Rechte Transsexueller ein.“ Sie kritisiere jedoch den enormen Anstieg vor allem unter jungen Mädchen an denjenigen, die sich heute als „transsexuell outen würden“. Die Debatte, woran dies liege, wolle sie gerne führen. Zur ganzen Sendung vom 29.11.2022 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Klaus Müller (Chef der Bundesnetzagentur) Anna Planken (ARD-Moderatorin) Rainer Hank („FAS“) Vassili Golod (Ukraine-Korrespondent der ARD) Kai Strittmatter („SZ“) Twitter: 🤍 #schwarzer #feminismus #emma #ukraine #frauenrechte

Razzia bei Reichsbürgern und Fachkräfte-Zuwanderung: Innenministerin Nancy Faeser | maischberger

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00:24:21
08.12.2022

Razzia bei den Reichsbürgern: Dutzende Festnahmen erfolgten in einem der größten Anti-Terroreinsätze in der Geschichte der Bundesrepublik. Wie konkret waren die Umsturzpläne? Außerdem: Neue Zuwanderungsregeln, ein reformiertes Staatsbürgerschaftsrecht und Chancen auf ein Bleiberecht für langjährig geduldete Ausländer. Die Ampel will einen Neuanfang in der Migrationspolitik. Helfen die Reformen gegen den Fachkräftemangel? Oder fördern sie illegale Einwanderung? Im Studio bei Sandra Maischberger: die Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD). Nach der Razzia gegen Reichsbürger macht Faeser im Gespräch klare Ansagen zu Konsequenzen. Die ergriffenen Maßnahmen seien erst der Anfang, so die Innenministerin: „Jetzt fängt die eigentliche Arbeit erst an. Da wird es mit Sicherheit noch Kontaktpersonen geben“, betont sie. Zur Brisanz des Einsatzes sagt Faeser: „Was es so gefährlich macht, ist, dass es einen militärischen Arm davon gab – und das mit Menschen, die früher tatsächlich in der Bundeswehr waren.“ Einige Festgenommene Personen sollen der Bundeswehr-Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) angehört haben. Faeser betont, solche Extremisten müssten aus dem öffentlichen Dienst entfernt werden: „Ich bin gerade dabei, das Disziplinarrecht zu verändern, damit wir solche Verfassungsfeinde schneller loswerden.“ Wer Umsturzphantasien hege, habe im öffentlichen Dienst nichts zu suchen, bekräftigt die SPD-Politikerin. Künftig sollte es möglich sein, solche Beamten durch einen Verwaltungsakt zu entfernen. Die Beweislast liege dann bei den Betroffenen. Faeser fordert darüber hinaus eine noch stärkere Kontrolle von Bundeswehr und Bundespolizei. Zu Thema erleichterte Einwanderung von Fachkräften sagt Faeser: „Wir schaffen das modernste Einwanderungsrecht Europas.“ Die Umsetzung solle im kommenden Jahr erfolgen: „Ich hoffe, dass wir im Sommer durch sind", erklärt Faeser. Dann sei das Gesetz hoffentlich in Kraft und ein konkreter Plan für die Umsetzung erarbeitet. Auf die Frage, ob sie für als Ministerpräsidentinkandidatin für Hessen kandidieren wolle, antwortet Faeser nicht – die Entscheidung werde im Februar gefällt, so die Bundesinnenministerin. Zur ganzen Sendung vom 07.12.2022 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Johannes Vogel (Generaldirektor Naturkundemuseum Berlin) Arved Fuchs (Polarexperte und Autor) Tina Hassel (ARD-Hauptstadtstudio) Micky Beisenherz (Moderator und Kolumnist) Hannah Bethke (Zeit Online) Twitter: 🤍 #maischberger #Innenministerin #Faeser #Migration #Staatsbürgerschaft

„Die nukleare Abschreckung hat in beide Richtungen funktioniert“: Claudia Major I maischberger

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00:13:09
18.01.2023

Großbritannien hat angekündigt, schwere Kampfpanzer an die ukrainische Armee zu liefern. Welche Rolle spielen Panzer für den weiteren Verlauf des Kriegs in der Ukraine? Sollte die Bundesregierung nachziehen und Leopard-Panzer liefern? Welche Strategie verfolgt Russland? Über diese Themen spricht Sandra Maischberger mit der Sicherheits- und Militärexpertin Claudia Major. Die ganze Sendung: 🤍 „Es bringt sie in eine deutlich bessere Position“, sagt Major über die Lieferung von Kampfpanzern in die Ukraine. Jedoch warne sie davor, die Panzer als „Wunderwaffe“ zu bezeichnen. Um den Krieg zu entscheiden, brauche es ein „ganzes Paket“. Trotzdem sehe sie im Leopard-Panzer einen qualitativen Unterschied. Als politisches Ziel Russlands nennt sie die komplette Vernichtung der ukrainischen Identität und Kultur. Russland habe in den vier annektierten Gebieten sichtbar gemacht, dass es nicht an einem friedlichen Nebeneinander mit der Ukraine interessiert sei. Ein Ende der westlichen Waffenlieferungen würde daher auch die Freigabe der ukrainischen Bevölkerung bedeuten. Ob als Nächstes auch die Lieferung von Kampfhubschraubern in Frage kommt, macht Major vom weiteren Verlauf des Krieges abhängig. Sollte die Ukraine Aussichten auf Erfolg haben, müsse man sich auf eine Debatte darüber einstellen. Zur nuklearen Abschreckung Russlands sagt sie, dass diese in beide Richtungen funktioniert habe. Zwar habe Russland jegliche Konfrontation mit NATO-Staaten vermieden, die westlichen Staaten hätten sich aber auch bemüht, nicht ins aktive Kriegsgeschehen einzuschreiten. Dass Russland nukleare Abschreckung nutze, um die bestehende Ordnung zu verändern und ein Land zu überfallen, sei „eine sehr beunruhigende Entwicklung“. Zur ganzen Sendung vom 17.01.2023 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Kevin Kühnert (SPD, Generalsekretär) Mario Czaja (CDU, Generalsekretär) Jürgen Becker (Kabarretist) Jagoda Marinić (Autorin und Kolumnistin) Michael Bröcker (The Pioneer) Twitter: 🤍 #UkraineKrieg #Kampfpanzer #Russland

Robert Habeck im Gespräch: "Es wird ein harter Winter" | maischberger

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00:26:03
07.09.2022

Drohen Insolvenzen? Wie geht es weiter in der Energiekrise? Wie gut kommt Deutschland durch den kommenden Winter? Und wie bewertet er den Kriegsverlauf in der Ukraine? Diesen und weiteren Fragen von Sandra Maischberger stellt sich der Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck (Bündnis 90/Grüne). Der Bundeswirtschaftsminister kommentiert den Kriegsverlauf in der Ukraine wie folgt: „Einerseits ist es besser gekommen als erwartet, andererseits hat es genau das schlimmer gemacht.“ Russland hätte sowohl die Widerstandsfähigkeit der ukrainischen Armee als auch den Zusammenhalt des Westens unterschätzt. So sei es nicht, wie von manchen prophezeit, dazu gekommen, dass die Ukraine „überrannt worden sei“. Doch ein langer Krieg bedeute gleichzeitig auch mehr Tote. Im Anbetracht der Lage an der Front sei Freude momentan somit nicht angebracht. Auch die Situation in Deutschland ist angespannt. Auf die steigenden Energiepreise regiert die Regierung mit einem Entlastungspaket. Gleichzeitig arbeitet der Minister an einer Lösung der Energiekrise. Dazu stellte er kürzlich seinen Vorschlag zum Umgang mit deutschen AKW vor. Dieser sieht vor, dass zwei deutsche Atomkraftwerke als Reserven vorerst weiter in Betrieb bleiben. Kritik an diesem Vorschlag kam auch vom Koalitionspartner FDP und Bundesfinanzminister Lindner. Habeck wird deutlich und sagt: „Wenn es für meinen Vorschlag keine Mehrheiten gibt, wird das Gesetz nicht geändert und der Laufzeitbetrieb endet Ende des Jahres.“ So oder so befürchtet der Minister einen "harten Winter". Trotzdem sieht er Deutschland den Umständen entsprechend gut vorbereitet. Die Gasspeicher seien fast voll, die Energieversorgung soweit gesichert. Die Bundesregierung und sein Ministerium seien weiterhin bemüht, auch den Mittelstand und kleinere Unternehmen zu entlasten. Dazu benötige es Maßnahmen und Hilfspakete, die sehr genau auf die Bedürfnisse der Betroffenen angepasst seien. Insgesamt attestiert er dem von ihm geleiteten Wirtschaftsministerium eine gute Bilanz. Zur ganzen Sendung vom 06.09.2022 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Christian Wulff (Bundespräsident a.D.) Petra Gerster (Autorin und Moderatorin) Melanie Amann („SPIEGEL“) Wolfram Weimer („The European“) Twitter: 🤍 #maischberger #Ukraine #Russland #Entlastungspaket #AKW

„Europa erwärmt sich so schnell wie kein anderer Kontinent“: Eckart von Hirschhausen | maischberger

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00:15:20
12.01.2023

Lützerath in Nordrhein-Westfalen wurde zum Symbol für die deutsche Klimapolitik. Das Braunkohle-Dorf wurde von Aktivisten besetzt, heute rückte die Polizei zur Räumung an und traf auf heftige Gegenwehr. Dass der Energiekonzern RWE die unter dem Dorf befindliche Baunkohle abbauen will, hält der ARD-Moderator und Klimaschützer Eckart von Hirschhausen für ein fatales Signal. Mit Sandra Maischberger spricht er außerdem über seinen Abschied von der Bühne und sein Engagement für den Klimaschutz. Die Klimakrise sei nicht „ein Thema“ der Politik oder der Jugend, sondern es gehe um unsere Lebensgrundlagen, betont Hirschhausen. Luft, Wasser und erträgliche Temperaturen – was der Mensch zum Leben brauche, sei momentan in Gefahr. Aufgrund seines „biologischen Limits“ sei es dem Menschen unmöglich, sich extrem hohen Temperaturen anzupassen. Mit den Klimaaktivisten, die sich derzeit gegen die Räumung des Braunkohle-Dorfs Lützerath wehren, habe er große Solidarität, so Hirschhausen. „Wir verteidigen mit Polizeigewalt einen Bagger aus dem Jahr 1961, der für eine fossile Zeit steht, die wir längst abhaken müssten“, erklärt der Klimaschützer. Zudem weist Hirschhausen auf die gravierenden Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit hin: „Ich wohne doch lieber neben einem Solarpanel oder einem Windrad als neben einer Kohlegrube“, so der ARD-Moderator. Sein Abschied von der Bühne falle ihm schwer, betont Hirschhausen. Doch nur so habe er genug Zeit, sich voll und ganz seinem Engagement für den Klimaschutz zu widmen: „Es ist schwer, nach Feierabend ehrenamtlich die Welt zu retten, wenn andere sie hauptberuflich zerstören“, so Hirschhausen. „Wir brauchen mehr prominente Stimmen, mehr Profis und eine Kommunikation, die wieder Lust auf Zukunft macht.“ Zur ganzen Sendung vom 11.01.2023 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Volker Wissing, FDP (Bundesverkehrsminister) Petra Gerster (ehem. ZDF-Moderatorin und Autorin) Jörg Thadeusz (ARD-Journalist) Ulrike Herrmann (Wirtschaftskorrespondentin taz) Twitter: 🤍

Friedensverhandlungen mit Putin - nur mit Waffen? Amira Mohamed Ali & Norbert Röttgen | maischberger

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00:23:09
05.10.2022

Aktuell vermeldet die ukrainische Armee militärische Erfolge – einige russisch annektierte Städte und Dörfer wurden zurückerobert. Wie können Friedensverhandlungen möglich werden? Wird Deutschland mit weiteren Waffenlieferungen zur Kriegspartei? Bei maischberger diskutieren darüber die Fraktionsvorsitzende der Linken Amira Mohamed Ali und CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen. Amira Mohamed Ali spricht sich klar gegen die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine aus. Diese würden den Krieg und das Leid verlängern und keine Lösung herbeiführen. Vielmehr müsse die EU „die diplomatischen Kanäle öffnen“, so die Linken-Fraktionsvorsitzende. Hier sehe sie zu wenig Initiative von Kanzler Scholz und kritisiert außerdem den „von Außenministerin Annalena Baerbock geforderten Siegfrieden“. Auf den Tweet von Sahra Wagenknecht angesprochen, in dem diese im Hinblick auf Deutschlandds Sanktionen von einem „Energiekrieg gegen Russland“ schreibt, sagt Mohamed Ali, die Bundesregierung sei nicht direkt „schuld“ an den steigenden Energiepreisen, doch: „Eine Ursache der Preissteigerungen sind die Wirtschaftssanktionen. Diese halte ich aus dem Grund auch für falsch“. Norbert Röttgen betont hingegen: „Wladimir Putin führt diesen Krieg, weil er ihn führen möchte“. Der russische Präsident habe nicht vor, in diplomatische Verhandlungen mit dem Westen zu treten. Die Waffenlieferungen für die Ukraine seien dringend notwendig – sie seien keine Lösung für den Konflikt, sondern ermöglichten eine Lösung. Es gelte zu verhindern, dass sich der Krieg für den russischen Machthaber lohne: „Wenn er sich auch nur ein bisschen lohnt, dann wird der Krieg wieder heimisch in Europa werden und hier sein Unwesen treiben“, betont der CDU-Politiker. Zur ganzen Sendung vom 05.10.2022 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Gerhart Baum, FDP (Bundesinnenminister a.D.) Urban Priol (Kabarettist) Mariam Lau (Die Zeit) Gregor Peter Schmitz (Stern) Twitter: 🤍 #maischberger #Krieg #Waffenlieferungen #Energiekrise

Roderich Kiesewetter (CDU) und Johannes Varwick im Gespräch I maischberger

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00:21:50
11.01.2023

Nach langer Debatte liefert Deutschland nun Marder-Schützenpanzer in die Ukraine. Jetzt werden Forderungen nach dem Kampfpanzer Leopard laut. Ist es Zeit für mehr Waffen oder für Verhandlungen? Welche Folgen hätten weitere Waffenlieferungen? Wird der Ukraine-Krieg militärisch oder politisch entschieden? Darüber diskutieren bei maischberger der Außenpolitikexperte Roderich Kiesewetter (CDU) und der Professor für internationale Beziehungen Johannes Varwick. Roderich Kiesewetter ist froh, dass die Bundesregierung nun Marder-Schützenpanzer liefert: „Die Hoffnung auf Deutschland, die anderen europäischen Staaten zu unterstützen ist sehr groß. Und dieser Hoffnung wird jetzt allmählich entsprochen“. Nun sei es wichtig, dass Russland lerne, zu verlieren. Ein Waffenstillstand würde nur zu weiteren Kriegsverbrechen führen. Ziel sei es, dass die Ukraine gewinne und Russland sich aus der Ukraine zurückziehe. Johannes Varwick nennt die aktuelle Entwicklung einen „Ritt auf der Rasierklinge“. Die Lage in der Ukraine habe sich eigentlich nicht verändert, jedoch seien nun Dinge möglich, die vorher noch als eskalierend gewertet wurden. Zum Ende des Kriegs sagt er: „Ich glaube dieser Krieg wird politisch enden, und nicht auf dem Schlachtfeld entschieden“. Daher solle Deutschland politische Beiträge liefern. Waffenlieferungen schloss er jedoch nicht aus. Die gesamte Befreiung des Territoriums der Ukraine hält Varwick für unrealistisch. Kompromisse müssten am Ende auch seitens der Ukraine gemacht werden, eine Niederlage Russlands als politisches Ziel eskaliere die Situation zu einem potenziellen nuklearen Krieg. Zur ganzen Sendung vom 10.01.2023 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Franziska Giffey (SPD, Regierende Bürgermeisterin von Berlin) Oliver Kalkofe (Comedian und Schauspieler) Alev Doğan (The Pioneer) Alexander Kissler (Neue Zürcher Zeitung) Twitter: 🤍 #UkraineKrieg #Kampfpanzer #Waffenlieferungen

Franziska Giffey (SPD) im Gespräch über Ausschreitungen in der Silvesternacht I maischberger

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00:23:11
11.01.2023

Wer trägt die Schuld an den Ausschreitungen in der Silvesternacht? Welche Rolle spielt der mögliche Migrationshintergrund der Täter? Kann sich die Stadt Berlin vom Wahldebakel im Herbst 2021 erholen? Diesen und weiteren Fragen von Sandra Maischberger stellt sich die Regierende Bürgermeisterin von Berlin Franziska Giffey (SPD) kurz vor der im Februar anstehenden Wiederholungswahl zum Abgeordnetenhaus. Nach den Krawallen in der Silvesternacht macht Giffey deutlich, dass die Täter mit klaren Konsequenzen rechnen müssen. Die Taten seien durch nichts zu rechtfertigen und zeigten eine sehr schlechte Entwicklung auf. Eine Migrationsdebatte hält sie jedoch nicht für zielführend. Zur Vorbereitung der Einsatzkräfte sagt sie: „Wir wussten, dass diese Silvesternacht heftig werden würde, aber, dass wir in dieser Form, mit dieser Brutalität, mit dieser Respektlosigkeit, mit dieser wirklich gezielten Attacke auf unsere Einsatzkräfte konfrontiert sein würden, damit haben selbst Hartgesottene, die schon lange dabei sind, so nicht gerechnet”. Ein flächendeckendes Böllerverbot in der ganzen Stadt sei aufgrund der Größe Berlins und mangelnden Verkaufseinschränkungen von Feuerwerkskörpern schlichtweg nicht umsetzbar. Zu einem bundesweiten Böllerverbot sagt Giffey: „Man muss realistisch sein: Wir bekommen kein flächendeckendes Böllerverbot für alle Feuerwerkskörper hin“. Dafür gebe es zwischen den Bundesländern zu große Unterschiede. Daher fordert sie verschärfte Regeln für Schreckschusspistolen und eine Debatte über Verbote von harten Böllern. Alleingänge der Stadt Berlin zur Verschärfung der Regelungen schließt sie nicht aus: „Da brauchen wir eine Regelung, die ermöglicht, dass wir in Berlin diese eigenen Regelungen treffen können“. Dazu bedarf es einer Änderung im Sprengstoffgesetz. Den Berliner Einsatzkräften spricht Giffey ihre „volle Rückendeckung“ aus. Die Stadt habe nun eine Ausbildungs- und Einstellungsoffensive gestartet, investiere in Ausstattung, und werde auch in der Justiz das Personal ausbauen. Zur Kritik an der SPD in Berlin antwortet sie: „Berlin hat jetzt seit mehreren Jahren wirklich eine sehr gute Entwicklung gemacht“. Ihr sei es jedoch auch wichtig, Fehler zu benennen. Jetzt komme es vor allem darauf an, sich auf das Soziale zu konzentrieren, um die soziale Segregation in den Brennpunkten zu verringern. Zur ganzen Sendung vom 10.01.2023 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Roderich Kiesewetter (CDU, Außenpolitiker) Johannes Varwick (Politikwissenschaftler) Oliver Kalkofe (Comedian und Schauspieler) Alev Doğan (The Pioneer) Alexander Kissler (Neue Zürcher Zeitung) Twitter: 🤍 #Silvesternacht #Brennpunkte #Wahldebakel

"Kein Bruch innerhalb der Ampel": Wolfgang Kubicki (FDP) im Gespräch | maischberger

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00:21:58
12.10.2022

Die FDP hat seit vier Wahlniederlagen eingesteckt, seit sie in der Ampel mitregiert – zuletzt bei der Niedersachsenwahl 2022. Ehemalige Stammwähler springen ab und in der Ampel stehen die Liberalen unter Druck: Wie sehr schadet ihnen das Mitregieren im Bund? Zu Gast im Studio: Der stellvertretende Parteivorsitzende Wolfgang Kubicki. Derzeit wird innerhalb der Ampelkoalition heftig debattiert, etwa über die Laufzeit der noch aktiven AKW in Deutschland. Im Gespräch mit Sandra Maischberger, seine Partei halte an der Ampel-Koalition fest. „Wir müssen uns stärker positionieren heißt nicht, wir müssen mehr Krawall machen“, so Kubicki. Er geht davon aus, dass der Streit um die AKW-Laufzeit nach dem Parteitag der Grünen „nächste Woche gelöst“ sein werde. Die Aufbruchstimmung zu Beginn der Regierungskoalition bezeichnet der FDP-Politiker als „gemeinsamen Spirit“, den man wiederfinden müsse. „Mittlerweile entsteht der Eindruck, dass es diesen gemeinsamen Spirit nicht mehr gibt. Entweder wir kehren dahin zurück oder wir sind noch eine Koalition, aber da gibt es keine gemeinsamen Projekte mehr.“ Kubicki könne sich nicht vorstellen, dass die Koalitionspartner „in einer Zeit, in der wir eine Vielzahl von Krisen bewältigen müssen, dem Land eine Hängepartie zumuten wollen oder eine Regierung im Amt, aber nicht mehr mit wirklicher Wucht“. Zur ganzen Sendung vom 12.10.2022 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Greta Thunberg (Klimaaktivistin) Theo Koll (Leiter ZDF-Hauptstadtstudio) Eva Schulz (Moderatorin bei funk) Alexander Kissler (Neue Zürcher Zeitung) Twitter: 🤍 #maischberger #FDP #Entlastungen #Landtagswahl #Ampel

Soll Deutschland Panzer liefern? Andrij Melnyk und Carlo Masala im Gespräch | maischberger

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00:24:46
14.09.2022

Weiterhin tobt in der Ukraine der russische Angriffskrieg. Doch in letzter Zeit mehren sich die Erfolge der ukrainischen Streitkräfte. Gebiete werden zurückerobert, Fortschritte erzielt, die russische Armee muss sich zurückziehen. Kann von einem Wendepunkt gesprochen werden? Wie geschwächt ist Putin? Und sollte Deutschland er Ukraine Panzer liefern? Darüber im Gespräch bei Sandra Maischberger: Der ukrainische Botschafter in Deutschland Andrij Melnyk und der Militärexperte Carlo Masala. Melnyk sieht in den letzten Erfolgen der Ukraine im Krieg einen entscheidenden Wendepunkt. Ziel müsse es nun sein, noch vor dem Winter möglichst viele Gebiete zurückzuerobern. Dazu müsse die ukrainische Armee die russische auch weiterhin überlisten. Dann gäbe es gute Chancen. Dazu brauche es auch weiterhin Waffenlieferungen – diese seien entscheidend für den Kriegsverlauf. Das sieht auch Carlo Masala so – die Diskussion über die Notwendigkeit hält er für abgeschlossen. Der Kriegsverlauf habe gezeigt, dass Waffenlieferungen helfen würden. Ohne sie gäbe es laut Masala heute „keine souveräne Ukraine mehr“. Die Wahrscheinlichkeit, dass Putin Atomwaffen einsetze, halten beide für äußerst gering. Laut Masala wäre der Schaden für Putin und Russland immens – bei einem atomaren Schlag würden auch die letzten Staaten wie China, Indien oder Südafrika sich von Russland distanzieren – so drohe die „totale Isolation“. Botschafter Melnyk wird demnächst aus dem Amt scheiden – der ukrainische Präsident Selenskyj hat den Botschafter abberufen. Ob er Fehler gemacht habe? „Ja“, sagt der Botschafter. Seine vielfach kritisierte Ausdrucksweise vor allem in den Sozialen Medien rechtfertig er hingegen. Diese sei „ein Hilferuf“ gewesen. Er hoffe auf „Nachsicht“ bei der deutschen Bevölkerung und wünscht sich ein Treffen mit Kanzler Scholz. Zur ganzen Sendung vom 13.09.2022 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Anthony Glees (Politologe und Historiker) Walter Sittler (Schauspieler) Hannah Bethke („ZEIT Online“) Stephan Stuchlik (ARD-Hauptstadtkorrespondent) Twitter: 🤍 #maischberger #Ukraine #Russland

UKRAINE-KRIEG: "Dürfen uns keine Illusionen machen, dass der globale Süden unsere Meinung teilt"

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00:08:43
01.02.2023

UKRAINE-KRIEG: "Dürfen uns keine Illusionen machen, dass der globale Süden unsere Meinung teilt" Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat die Bitte von Bundeskanzler Olaf Scholz um Panzer-Munition für die Ukraine abgelehnt und sich stattdessen für eine Friedensinitiative stark gemacht. «Brasilien ist ein Land des Friedens. Und deswegen will Brasilien keinerlei Beteiligung an diesem Krieg - auch nicht indirekt», sagte Lula beim Besuch des Kanzlers in Brasília zum deutschen Wunsch nach Munition für die von der Ukraine eingesetzten Gepard-Flugabwehrpanzer. Stattdessen brachte er am Montagabend bei einer gemeinsamen Pressekonferenz Brasilien und China als Vermittler zwischen Russland und der Ukraine ins Spiel. «Ich schlage vor, einen Club von Ländern zu gründen, die den Frieden auf diesem Planeten schaffen wollen.» Scholz betonte, dass es keinen Frieden über die Köpfe der Ukrainer hinweg geben könne und das Land als Folge des Krieges kein Territorium verlieren dürfe. Zum Abschluss seiner viertägigen Südamerika-Reise verteidigte er am Dienstag noch einmal seine Strategie, die Ukraine auch mit Waffen zu unterstützen. «Dieser Angriffskrieg, dieser imperialistische Krieg darf keinen Erfolg haben», sagte er. Scholz hatte vor Brasilien auch Chile und Argentinien besucht. Alle drei Länder wollen keine eigenen Waffen in die Ukraine liefern. #ukraine #krieg #russland Abonniere den WELT YouTube Channel 🤍 WELT DOKUS Channel 🤍 WELT Podcast Channel 🤍 Kurznachrichten auf WELT Netzreporter Channel 🤍 Der WELT Nachrichten-Livestream 🤍 Die Top-Nachrichten auf WELT.de 🤍 Die Mediathek auf WELT.de 🤍 WELT Nachrichtensender auf Instagram 🤍 WELT auf Instagram 🤍 In eigener Sache: Wegen des hohen Aufkommens unsachlicher und beleidigender Beiträge können wir zurzeit keine Kommentare mehr zulassen. Danke für Eurer Verständnis - das WELT-Team Video 2023 erstellt

"AKW-Laufzeiten müssen verlängert werden" - Markus Söder im Interview | maischberger

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00:26:50
08.09.2022

Deutschland in der Energiekrise – Markus Söder befürwortet eine längere AKW-Laufzeit: Der Weiterbetrieb von zwei AKW als Notreserve sei eine Entscheidung gegen die Vernunft und zum Schaden für das Land, so der CSU-Vorsitzende. Mit Sandra Maischberger sprach er über die aktuelle Situation. Angesprochen auf das bevorstehende Oktoberfest, auf dem keine Maskenpflicht herrschen soll, erklärt Markus Söder „Wir sind echt in einer anderen Phase dieser Pandemie. Diese ganze Diskussion um Absperren, Zusperren, Verbieten die hat jetzt echt ein Ende.“ Der CSU-Vorsitzende halte es für absurd, dass man im Flugzeug keine Maske tragen solle, aber für Züge die Maskenplicht noch gelte. Des Weiteren stellt Söder die aktuell geltenden Regelungen zur Corona-Quarantäne in Frage: „Wir werden bald überlegen müssen, sind die strengen Quarantäne-Regeln noch angemessen?“ Er wolle die Quarantäne „kürzer machen und auch danach gehen, ob Symptome da sind oder nicht.“ Die Verlängerung der AKW-Laufzeit ist für Söder unerlässtlich: "Das Risiko, das wir jetzt im Moment haben, ist dass das Netz zusammenbricht, dass es Blackouts gibt, und dass wir ein jetzt schon veritables Stromproblem noch massiv vergrößern." Die erneuerbaren Energien könnten in Deutschland "noch nicht alles ersetzen". Söder plädiert zudem für die Lieferung von Leopard-Panzern an die Ukraine. Dazu sagt er im Gespräch mit Sandra Maischberger: „Ich war am Anfang sehr zurückhaltend. Wenn ich die Ukrainer richtig verstehe, ist, um zu bestehen und vielleicht irgendwann in Gespräche über einen Frieden zu kommen, wichtig militärisch zu bestehen. Deswegen sind Waffen das absolut Wichtigste.“ Dies schließe auch die Lieferung von Leopard-2-Panzern ein. Die Energie-Politik der Bundesregierung kritisiert Bayerns Ministerpräsident: „Ich finde es wichtig, Solidarität mit der Ukraine zu zeigen und zu behalten.“ Es dürfe aber nicht den Eindruck entstehen, dass man sich nicht um den Wohlstand im eigenen Land kümmere. Zur ganzen Sendung vom 07.09.2022 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Matthias Maurer (Astronaut) Hubertus Meyer-Burckhardt (TV-Produzent und Autor) Mariam Lau (DIE ZEIT) Vassili Golod (ARD-Korrespondent) Twitter: 🤍 #maischberger #AKW #Energiekrise #Ukraine

Maischberger | 24.02.2015 | Zar Wladimir I. – Was will Putin wirklich? [HD]

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01:11:12
25.02.2015

Menschen bei Maischberger, Sendung in HD vom 24.2.15 in der ARD: Zar Wladimir I. – Was will Putin wirklich? Wladimir Putin spaltet die Welt: Für seine Anhänger ist der Kreml-Chef ein kluger Staatsmann, der selbstbewusst und mit starker Hand die russischen Interessen vertritt, für seine Kritiker ein machthungriger Diktator, den die Sehnsucht nach der alten sowjetischen Großmacht umtreibt. Seit der Annexion der Krim vor genau einem Jahr ist die Lage in der Ostukraine immer weiter eskaliert, allen Friedensvereinbarungen zum Trotz. Ist Putin dafür verantwortlich? Kann ihm der Westen noch vertrauen? Gäste bei Sandra Maischberger am 24. Februar 2015: Gabriele Krone-Schmalz (Autorin und Ex-Moskau-Korrespondentin) Gabriele Krone-Schmalz Gabriele Krone-Schmalz Die aktuelle Bestsellerautorin ("Russland verstehen") hält den Krieg in der Ostukraine nicht für eine Folge von Wladimir Putins Machtstreben. "Sein Handeln ist ein riskanter Versuch, russische geopolitische Sorgen so zu präsentieren, dass sie endlich vom Rest der Welt ernst genommen werden." Denn der Kreml-Chef, so die frühere ARD-Korrespondentin in Moskau, sei zu Beginn "offen und motiviert" auf den Westen zugegangen. "Die Ausgrenzung Russlands und die durchgängige Ablehnung seiner Person haben Putin persönlich sehr getroffen und verändert", sagt Gabriele Krone-Schmalz. Werner Schulz, B' 90/Grüne (Poliker) Werner Schulz, B'90/GrüneWerner Schulz, B'90/Grüne "Putin ist skrupellos und eiskalt", urteilt der langjährige Europa-Abgeordnete. Der Grünen-Politiker fordert von der Bundesregierung und der EU ein deutlich entschiedeneres Vorgehen, um Russlands Präsidenten "in die Knie zu zwingen". Die bisherigen Sanktionen reichten dafür nicht aus: "Momentan werden wir von Putin vorgeführt", sagt Werner Schulz. Ivan Rodionov (Russischer Chefredakteur) Ivan RodionovIvan Rodionov "Putin und Russland haben Interesse am Frieden. Sie wollen, dass die Waffen schweigen, schwere Geschütze abgezogen werden und eine Entmilitarisierung stattfindet", meint der Chefredakteur von "RTDeutsch", dem deutschsprachigen Programm des russischen Staatsfernsehens. Der gebürtige Moskauer verurteilt die gegenseitigen Schuldzuweisungen und fordert Vertrauen. Marina Weisband (Ehem. Piraten-Politikerin) Marina Weisband Marina Weisband Die gebürtige Ukrainerin unterstützte vor einem Jahr die Massenproteste in Kiew gegen den damaligen Präsidenten Janukowitsch. Rückblickend stellt sie fest, dass niemand dort mit einer so heftigen Reaktion Russlands gerechnet habe. Die frühere Piratenpolitikerin hofft nach wie vor auf eine diplomatische Lösung. Trotzdem müsse man Putin deutlich zeigen, "dass man die Verschiebung von Grenzen nicht anerkennt". Mit ihrer Familie in Kiew steht Marina Weisband in engem Kontakt und sagt: "Die größte Angst haben wir davor, dass Russland irgendwann einen offenen Krieg erklärt." Arnulf Baring (Historiker) Arnulf Baring Arnulf Baring "In den Augen Putins sind wir Weicheier", sagt der Publizist und Historiker. "Er versucht, den Westen mit Gesten der Bedrohung einzuschüchtern. Und da wir uns einschüchtern lassen, gewinnt er permanent an Boden." Es sei dringend an der Zeit, etwas gegen die permanenten Erpressungen des russischen Diktators zu tun, auch mithilfe von Militär und Waffen: "Nicht, um einen Krieg anzuzetteln, sondern um Putin zu verunsichern." Tim Guldimann (ehemaliger OSZE-Sondergesandter für die Ukraine) Tim GuldimannTim Guldimann Der Schweizer Botschafter in Berlin war im vergangenen Jahr Sondergesandter der schweizerischen OSZE-Präsidentschaft für die Ukraine. Für die OSZE leitete er früher die Friedensmissionen in Tschetschenien, Kroatien und im Kosovo. "Es gibt in Russland das Gefühl, vom Westen nicht mehr respektiert und von der Nato bedrängt zu werden, aber das rechtfertigt überhaupt nicht, dass man deswegen das Völkerrecht bricht", erklärte Guldimann zur Annexion der Krim.

Alice Weidel bei maischberger

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00:00:29
21.09.2022

Die Bundessprecherin der AfD, Alice Weidel, hält die mittlerweile abgebrochene Reise mehrere AfD-Abgeordneter in die besetzten Gebiete der Ostukraine für „nicht probat“. Diese sei kein Parteiauftrag gewesen. Die Abgeordneten hatten die Reise mit dem Wunsche begründet, sich ein objektives Bild der Lage vor Ort zu machen. Eine Reise in ein Kriegsgebiet sei nicht dazu geeignet, so Weidel. Die ganze maischberger-Sendung ist in der ARD-Mediathek zu finden: 🤍 #tagesschau #maischberger #Weidel #AfD #Ostukraine

Netzagentur appelliert: Mehr Energie sparen | maischberger

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00:00:21
30.11.2022

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Müller, fordert weitere Anstrengungen, um die gewünschten 20 Prozent Einsparung beim Gasverbrauch zu erreichen. Dazu beitragen könne man, indem man nicht alle Zimmer heize und Heizkörper nicht ganz aufdrehe. Die ganze maischberger-Sendung ist in der ARD-Mediathek zu finden: 🤍 #heizen #heizung #energie #maischberger

"Deutsche Panzer gegen Russland – notwendig, aber gefährlich?" | maybrit illner vom 26.01.2023

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00:55:24
27.01.2023

Dies ist ein Ausschnitt der "maybrit illner" Sendung vom 26. Januar 2023. Die ganze Sendung gibt es in der ZDF Mediathek: 🤍 Deutschland wird Leopard-Kampfpanzer an die Ukraine liefern und dies auch anderen Ländern erlauben. Und die US-Regierung gibt ihren Widerstand gegen die Lieferung von eigenen M1-Abrams-Panzern auf. Wie wurde aus dem "Zauderer" und "Blockierer" Scholz binnen Stunden der Kopf einer "Panzer-Koalition"? Ist damit der Koalitionsstreit und der Druck durch einige Verbündete beendet? Was bewirken die Kampfpanzer in diesem Krieg? Die Forderung, nun auch Kampfjets an die Ukraine zu liefern, unterstützt Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) nicht. "An der Stelle bin ich äußerst zurückhaltend", so die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses. Man müsse nun viel mehr beobachten, wie sich der Kampf in der Ukraine in den nächsten Monaten entwickelt und die Strategie an die neuen Gegebenheiten anpassen. Ralf Stegner, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, kritisiert bei "maybrit illner" die Militarisierung der Sprache, die auch durch Hashtags wie "#freetheleopards" in den Sozialen Medien verbreitet wird. Er verteidigt das zögerliche Vorgehen des Bundeskanzlers bei dessen Entscheidung, Panzer zu liefern, da die Bürger von ihm eine Politik erwarten könnten, bei der keine "Risiken herauskommen, die nicht zu tragen sind". Der Journalist Franz Alt ist langjähriger Unterstützer der Friedensbewegung. Er plädiert zwar auch für die Lieferung der Panzer an die Ukraine, mahnt jedoch, dass zu wenig darüber geredet werde, wie Verhandlungen mit Putin geführt und ein Frieden erreicht werden kann. Der Bundeskanzler hätte sich zu den Verhandlungen rund um die Lieferung der Leopard-Kampfpanzer klarer äußern müssen, um einen "verbalen Boxkampf" zu verhindern, so der "Spiegel"-Chefreporter Matthias Gebauer. Dass es Scholz nicht gelungen ist, ein geschlossenes Bild zu vermitteln, sei eine Blamage. Die Politikwissenschaftlerin Jana Puglierin unterstreicht, dass ein Alleingang Deutschlands und der anderen europäischen Staaten nie das Ziel gewesen sei, sondern ein geschlossener europäischer Weg. Die zugesagte Unterstützung der USA durch Kampfpanzer stelle für die Ukraine zudem auch eine bessere Lösung dar. Laut dem US-Militärexperten und General a. D. Ben Hodges werden die versprochenen Kampfpanzer der Ukraine im Verteidigungskrieg gegen Russland entscheidend helfen. Er gehe davon aus, dass die Ukraine in den nächsten drei Monaten ihre nächste Gegenoffensive starten werde: "Dazu brauchen sie eine große Panzerstreitmacht, drei bis vier Brigaden, mit denen sie auch die Verteidigungslinien der Russen durchbrechen können." Die Gäste der Sendung: Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Deutschen Bundestag Ralf Stegner (SPD), MdB, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss Matthias Gebauer, Chefreporter "Der Spiegel" Ben Hodges, Generalleutnant a. D., bis Ende 2017 Oberkommandierender der US-Landstreitkräfte in Europa Jana Puglierin, Politikwissenschaftlerin Franz Alt, Journalist, Autor und Pazifist - Hier auf ZDFheute Nachrichten erfahrt ihr, was auf der Welt passiert und was uns alle etwas angeht: Wir sorgen für Durchblick in der Nachrichtenwelt, erklären die Hintergründe und gehen auf gesellschaftliche Debatten ein. Diskutiert in Livestreams mit uns und bildet euch eure eigene Meinung mit den Fakten, die wir euch präsentieren. Abonniert unseren Kanal, um nichts mehr zu verpassen. Immer auf dem aktuellen Stand seid ihr auf 🤍 #Ukraine #Panzer #MaybritIllner

Viktoria Bakhur und Xenia Fomina über ihre Flucht aus der Ukraine | maischberger

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00:22:04
04.10.2022

Die Stadt Mariupol in der Ukraine war eine der Städte, die durch russische Bombardierungen zerstört wurden. Viele Bewohnerinnen und Bewohner mussten fliehen – auch nach Deutschland. Über die Flucht, die Situation in der Ukraine und über Zukunftsperspektiven sprechen mit Sandra Maischberger zwei Menschen, die die Situation miterleben mussten: Die Deutschlehrerin Viktoria Bakhur und ihre Schülerin Xenia Fomina. Beide sind aus Mariupol geflohen und heute in Wittmund in Ostfriesland untergekommen – dem Heimatort ihrer Partnerschule, der KGS Wittmund. Der Schulleiter dort, Reinhard Aulke, half vielen Ukrainerinnen und Ukrainern, dem Krieg zu entkommen. Bakhur, die in der Ukraine als Deutschlehrerin gearbeitet hatte, beschreibt Mariupol als „schöne Stadt“, obwohl es bereits 2014 nach der Annexion der Krim zu Problemen gekommen sei. Dennoch hätte sie nie damit gerechnet, dass Russland auch die Stadt angreifen würde. Bis zum Schluss ging sie fest davon aus, dass sie nicht fliehen müsste. Noch während die ersten Bomben fielen, hielt sie sich in der Stadt auf. Anfangs noch in der Wohnung, später dann mehrere Tage lang im Keller unter dem mittlerweile zerstörten Wohnhaus. Immer wieder hörte sie Explosionen, im Keller sei es kalt gewesen, die Familie musste gemeinsam unter mehreren Decken schlafen. Schließlich entschied sie sich gemeinsam mit Teilen ihrer Familie zur Flucht aus der Ukraine – eine Flucht, die sie als „sehr gefährlich“ beschreibt. Sie hätte „Leichen gesehen, Häuser die schwarz waren, da geht es nur noch ums Überleben“. Im kaputten Auto fliehen sie – und sind nun im sicheren Deutschland. Die Annexion der russisch besetzten Gebiete lehnt sie ab – nur „Putin denke daran, dass Mariupol nun zu Russland gehöre“. Sie selbst glaubt an eine Befreiung durch die ukrainische Armee – und will dann zurückkehren in ihre Heimatstadt. Ähnlich äußert sich auch ihre Schülerin Xenia Fomina. Sie hatte bereits 2014 aus den von Russland annektierten Gebieten um Donezk fliehen müssen, ehe es ihr in Mariupol erneut so erging. Sie sei dankbar, so gut in Deutschland aufgenommen worden zu sein, könne das Erlebte jedoch „niemals vergessen“. Auch sie hatte gemeinsam mit ihrer Familie zwei Wochen im Keller ausgeharrt. Dabei erinnert sie sich besonders an zwei Dinge – das Schreien der Babys und die Gebete der Erwachsenen. Als sie den Keller schließlich verlassen habe, sei die einstmals schöne Stadt Mariupol nur noch ein „Steinhaufen“ gewesen. Sie selbst möchte in Deutschland in ihrer neuen Schule auch die ukrainische Kultur aufleben lassen. Deshalb zeige sie diese auch Mitschülerinnen und Mitschülern – denn die Ukraine sei ein starkes Land mit einem starken Volk, so Fomina. Zur ganzen Sendung vom 04.10.2022 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Marcel Fratzscher (Ökonom und Chef des DIW) Hermann-Josef Tenhagen (Verbraucher-Experte und Chefredakteur bei „Finanztip“) Jan Fleischhauer („Focus”) Eva Quadbeck („RND.de”) Florian Schroeder (Kabarettist und Autor) Twitter: 🤍 #maischberger #Ukraine #Russland

„Putin wird eine Konstante sein“: Peer Steinbrück im Gespräch | maischberger

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00:23:00
22.06.2022

Der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) zu Gast bei maischberger: Befragt zur Russland-Nähe der SPD sagt Steinbrück, seine Partei sei zu naiv gewesen, doch er sieht auch anderen Parteien in der Verantwortung. Zu einer möglichen EU-Mitgliedschaft der Ukraine betont Steinbrück, der Kandidatenstatus bedeute nicht automatisch einen Beitritt. Die Ukraine sei derzeit weit entfernt davon, die notwendigen Kriterien für eine Mitgliedschaft zu erfüllen. Das Inaussichtstellen des Kandidatenstatus basiere auf Empathie und Solidarität mit einem Land im Kriegszustand, so Steinbrück. Seiner Ansicht nach müsse man gegenüber Russland auf Abschreckung setzen. Putin werde weiterhin eine Konstante sein. Die Ukraine könne von den westlichen Ländern eine „Art Garantie erwarten, die ihre nationale Souveränität und ihre territoriale Integrität betrifft“, so die Ansicht Steinbrücks. Steinbrück zweifelt daran, dass der jetzige Finanzminister, Christian Lindner (FDP), die Schuldbremse künftig wieder einhalten kann. „Ich weiß nicht, wie er es schaffen will. Vor allem, wie er es ohne Steuererhöhungen schaffen will“, so Steinbrück im Gespräch mit Sandra Maischberger. Möglich sei beispielweise eine Erhöhung der Erbschaftssteuer. Die Vermögenden seien die Gewinner der letzten zehn Jahre gewesen, die Bundesregierung müsse sich fragen, „ob nicht eine gewisse Erhöhung der Erbschaftssteuer – zum Beispiel zur Finanzierung der Ausstattung von Schulen – eine richtige Maßnahme wäre“, schlägt Steinbrück vor. Als Folge der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs prognostiziert Steinbrück „schwierige, raue Zeiten“. Das Wohlstandsparadigma der Bundesrepublik Deutschlands stehe mit Blick auf Zuwächse und große Verteilungsspielräume deutlich in Frage. Auch ein Anstieg der Arbeitslosigkeit sei möglich. Zudem kritisiert Steinbrück den Umgang der Europäischen Zentralbank (EZB) mit der Inflation. Diese sei vorhersehbar und „ein zwei Jahre über uns schwebendes Risiko“ gewesen. Die aktuelle Situation sei nicht allein dem Krieg geschuldet „Es war schon vorher angelegt, unter anderem durch eine ultraexpansive Politik der EZB.“ Steinbrücks Vorwurf an die EZB: sie habe „sehr viel Geld in die Märkte gepumpt und hätte wissen müssen, dass die Frage ansteht: Wie kriege ich die Zahnpasta wieder in die Tube?“ Zur ganzen Sendung vom 22.06.2022 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Barbara Schöneberger (Moderatorin und Entertainerin) Ulrich Wickert (ehemaliger ARD-Moderator) Ulrike Herrmann („taz“-Journalistin) Michael Bröcker („The Pioneer“-Chefredakteur) Twitter: 🤍 #maischberger #Steinbrück #Russland #Ukraine #Inflation

Schärfere Sanktionen gegen den Iran: Nargess Eskandari-Grünberg und Omid Nouripour | maischberger

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00:23:22
20.10.2022

Seit Wochen halten die Proteste im Iran an, gegen die das Mullah-Regime unerbittlich vorgeht. Polizisten schlagen Demonstrierende nieder, prominente Regimekritiker „verschwinden“ und das Evin-Gefängnis, in dem viele politische Gefangene sitzen, brennt. Wie gefährlich können die Proteste der Regierung in Teheran werden? Wie sollte die Bundesregierung in dieser Situation reagieren? Darüber spricht Sandra Maischberger mit dem Grünen-Parteivorsitzenden Omid Nouripour und der Frankfurter Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg von den Grünen, die selbst anderthalb Jahre im berüchtigten Evin-Gefängnis inhaftiert war. Nargess Eskandari-Grünberg berichtet von ihrer Zeit, als sie im Evin-Gefängnis in Teheran inhaftiert war: „Ich habe in diesem Gefängnis nächtelang die Ermordungen, die Hinrichtungen von Menschen erlebt“, berichtet die Exil-Iranerin. Seit Jahrzehnten würde der Westen den Gräueltaten zuschauen, nie sei etwas unternommen worden. Auf die jungen Frauen und Männer, die aktuell im Iran auf die Straße gehen, um gegen das Mullah-Regime zu protestieren, sei sie stolz, so die Frankfurter Bürgermeisterin. Noch nie habe sie einen solchen Aufstand im Land gesehen wie jetzt, betont sie. Doch klatschen reiche nicht, so Nargess Eskandari-Grünberg. Es müssten Taten seitens der Bundesregierung folgen. Man dürfe nun auf keinen Fall „einen Atomdeal gegen Menschenrechte abwägen“, so Eskandari-Grünberg. Omid Nouripour, dessen Onkel als junger Mann im Evin-Gefängnis hingerichtet wurde, fordert „massiven Druck auf dieses Regime“. Schärfere Sanktionen von Seiten der EU müssten her, so der Partei-Chef der Grünen. Wer noch zögere, „der schaue in den Himmel von Kiew“, an dem die iranischen Killer-Drohnen zu sehen seien – der Iran sei nun an russischer Seite Kriegspartei. Des weiteren betont Nouripour: „Wenn es nach uns Grünen geht, ginge es natürlich auch darum, dass die Organsationen, die gerade Terror an der eigenen Bevölkerung ausüben, auch als solche benannt werden – nämlich als Terrororganisationen.“ Zur ganzen Sendung vom 19.10.2022 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Christian Lindner, FDP (Finanzminister und Parteivorsitzender) Stefan Aust (Die Welt) Ulrike Herrmann (taz) Jessica Berlin (Politikwissenschaftlerin) Twitter: 🤍 #maischberger #Iran #IranProteste2022 #Frauenrechte

Unternehmer Wolfgang Grupp über steigende Energiekosten und seinen Erfolg | maischberger

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00:18:30
15.06.2022

Er gilt als einer der bekanntesten Unternehmer Deutschlands: Wolfgang Grupp. Als Inhaber und Geschäftsführer des Textilunternehmens Trigema lässt er als letztes Unternehmen alle seine Waren ausschließlich in Deutschland produzieren. Ob die steigenden Energiepreise für ihn zum Problem werden, wie er seinen Erfolg als Unternehmer erklärt und was er für das Familienunternehmen plant, verrät der 80-Jährige im Gespräch mit Sandra Maischberger. „Ich habe in meinen 53 Jahren schon viele Probleme gelöst“, sagt der Unternehmer über die steigenden Energiepreise als Bedrohung für sein Unternehmen. Auch in der Pandemie habe er durchgehalten – deshalb sieht er eine mögliche Übergewinnsteuer für „Krisengewinner“ als fraglich an. Er selbst hatte mit seinem Unternehmen in der Corona-Pandemie Masken produziert, dafür aber keine Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Trotz dieser optimistischen Aussage machen ihm die gestiegenen Energiekosten zu schaffen. Dabei hatte er sein Unternehmen schon vor langer Zeit von Kohle auf Gas umgestellt – damals sogar als innovativ von der Bundesregierung subventioniert, müsse er heute darunter leiden, dass die Gas-Preise kontinuierlich steigen würden. Dennoch sieht er sein Unternehmen gewappnet – auch mit Eigenkapital könne man Phasen wie die jetzige überbrücken: „Deshalb klage ich nicht.“ Warum er seinen Lebensstil nicht wie andere reiche Menschen verheimliche und stattdessen immer wieder den Weg an die Öffentlichkeit suche? „Ich habe nichts zu verbergen“, sagt Grupp. Er verweist darauf, dass er als alleiniger Inhaber vollständig für seine Firma bürge. Zur ganzen Sendung vom 14.06.2022 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (Ehemalige Justizministerin, FDP) Johannes Varwick (Politikwissenschaftler) Oliver Kalkofe (Comedian und Schauspieler) Hajo Schumacher (Journalist und Autor) Elisabeth Niejahr (Publizistin) Twitter: 🤍 #maischberger

"Eine neue Form des zivilen Ungehorsams" - Natalie Amiri über die Iran-Proteste | maischberger

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00:15:01
19.01.2023

Tausende Menschen protestieren im Iran seit Monaten gegen die Regierung. Die Demonstrationen wurden bisher vom Regime brutal niedergeschlagen, viele Protestierende wurden getötet oder inhaftiert. Nun begnadigt Irans Justiz rund tausend Frauen. Was bedeutet das? Darüber spricht Sandra Maischberger mit der ARD-Moderatorin Natalie Amiri. Moderatorin Natalie Amiri berichtet im Interview mit Sandra Maischberger über die Brutalität, mit der das Mullah-Regime gegen die Protestierenden vorgeht. „Das Regime ist in eine Sackgasse gelangt – durch jahrelange Unterdrückung der Menschen, durch Lügen, durch mafiöse Strukturen“, so Amiri. Die Bevölkerung sei nicht mehr mundtot zu machen. Immer mehr Frauen seien derzeit unverschleiert auf der Straße oder im Einkaufszentrum zu sehen. Dies sei vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen, sagt die ehemalige ARD-Iran-Korrespondentin und spricht von einem „Riesen-Erfolg“. Den Mut der demonstrierenden Menschen im Iran könne „man nicht mit Worten beschreiben“ – sie würden ihr Leben riskieren, betont Amiri. Besonders Journalisten seien in Gefahr: „Berichterstattung in diesem Land ist im Grunde nicht möglich. Es gibt keine Pressefreiheit in Iran.“ Zu Annalena Baerbock, die ankündigte, für eine „feministische Außenpolitik“ zu stehen, sagt Amiri: „Man darf das Regime nicht stärken, keinen Handel mit ihm betreiben.“ Vielmehr müsse die Revolutionsgarde auf die EU-Terrorliste gesetzt werden. Zur ganzen Sendung vom 18.01.2023 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Norbert Röttgen, CDU (Außenpolitiker) Ralf Stegner, SPD (Außenpolitiker) Hubertus Meyer-Burckhardt (Moderator und TV-Produzent) Sarah Bosetti (Satirikerin und Autorin) Christoph Schwennicke (Journalist) Twitter: 🤍 #maischberger #Iran #IranProteste

Wie geht es weiter für die CDU? Friedrich Merz im Gespräch | maischberger

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00:19:20
11.10.2022

Wie bewertet der CDU-Vorsitzende das Wahlergebnis seiner Partei bei den Landtagswahlen in Niedersachsen? Wie plant er, mit der erstarkten AfD umzugehen? Welche Problematiken sieht er in Sachen Asyl, nachdem er kürzlich in Sachen ukrainische Flüchtlinge von „Sozialtourismus“ gesprochen hatte? Und wie sollte die Ampel-Koalition die Energiekrise bewältigen? Darüber im Gespräch mit Sandra Maischberger: Der CDU-Vorsitzende und Oppositionsführer im Deutschen Bundestag Friedrich Merz. Merz konstatiert, dass das Jahr 2022 „nicht schlecht zu Ende gehe.“ Bei Landtagswahlen habe es zwar zuletzt in Niedersachsen eine Niederlage gegebene, davor seien jedoch Wahlerfolge errungen worden. Auch habe seine Partei die Oppositionsrolle angenommen und läge in Umfragen stabil vor der SPD. Er sei „zufrieden mit dem Jahr, mit der momentanen Lage jedoch nicht.“ Unzufrieden zeigt sich Merz mit den Wahlerfolgen der AfD. In seinen Äußerungen über den angeblichen „Sozialtourismus“ ukrainischer Flüchtlinge sieht er jedoch kein Bedienen rechter Narrative. Vielmehr sei das Problem der AfD ein gesamtdeutsches, keines der Union. Er werde „keinen Versuch unternehmen, die AfD zu kopieren, um Wähler zurückzugewinnen“, so Merz. Mit seiner Themensetzung zu Asyl-Fragen hätte er lediglich eine Diskussion über die richtige Unterstützung für Flüchtlinge anstoßen wollen. Hier plädiert er für eine finanzielle Unterstützung über das Asylbewerberleistungsgesetz und lehnt sowohl die Zahlung von Hart IV als auch von Bürgergeld an Flüchtlinge ab. Die angekündigte Gaspreisbremse der Ampel sieht er kritisch – zudem käme sie zu spät. Um den drohenden Engpässen Herr zu werden, brauche es im Winter jedes Angebot, um den Strompreis zu senken. Dafür müssten Restriktionen aufgehoben und AKW sowie Kohlekraftwerke weiter betrieben werden. Auch konstatiert Merz, dass die Ukraine den Krieg gegen Russland militärisch gewinnen könne – dies hätten die letzten Erfolge der ukrainischen Armee bewiesen. Zur ganzen Sendung vom 11.10.2022 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Irina Scherbakowa (Russische Menschenrechtsexpertin, Memorial) Claudia Major (Sicherheitsexpertin, Stiftung Wissenschaft und Politik) Anja Kohl (ARD-Wirtschafts- und Börsenexpertin) Helene Bubrowski („FAZ“) Christoph Schwennicke (Journalist) Twitter: 🤍 #maischberger #CDU #Merz

SANDRA MAISCHBERGER im Gespräch mit Peter Fässlacher

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00:20:38
22.12.2022

Journalistin und Moderatorin SANDRA MAISCHBERGER blickt im Gespräch mit Peter Fässlacher (🤍 hinter die Kulissen ihrer Polit-Talkshow, erklärt, wie man gute Fragen stellt und warum man ihr schwer Komplimente machen kann. (2022)

Norbert Röttgen bei #maischberger #shorts

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00:00:27
06.10.2022

CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen diskutierte am Mittwochabend bei maischberger mit der Linken-Fraktionsvorsitzenden Amira Mohamed Ali über mögliche Lösungswege aus dem Krieg. Dabei bekräftigte Röttgen seine Haltung für Waffenlieferungen. Diese seien seiner Meinung nach Voraussetzung für mögliche Friedensverhandlungen: „Das Militär löst den Konflikt nicht, aber es ermöglicht die Lösung“, erklärte Röttgen. Mit Wladimir Putin in den Dialog zu treten, sei in der aktuellen Situation illusorisch, denn, so Röttgen: „Putin will diesen Krieg.“ Die ganze maischberger-Sendung findet ihr zum Nachschauen in der ARD-Mediathek: 🤍 #maischberger #ARD #Ukraine #Krieg #Russland #Waffenlieferungen #Friedensverhandlungen

Können nur die USA diesen Krieg beenden? Klaus von Dohnanyi im Gespräch | maischberger

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00:18:48
12.05.2022

Die ganze Sendung in der ARD-Mediathek: 🤍 Sowohl Wladimir Putin als auch Wolodymyr Selenskyj beschwören jeweils den Triumph ihres Landes. Kann es noch eine diplomatische Lösung für die Beendigung dieses Krieges geben? Darüber spricht Sandra #Maischberger mit dem ehemaligen SPD-Bundesminister und langjährigen Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi. Der Aggressor sei ganz klar Wladimir Putin, betont Dohnanyi. Doch der Westen habe die Möglichkeit gehabt, diesen Krieg zu verhindern. Dass Putin diverse Gesprächs- und Verhandlungsangebote mit dem Westen ausgeschlagen hat, weist Dohnanyi als falsch zurück. Vielmehr hätten es die USA strikt abgelehnt, mit dem russischen Staatschef über die NATO-Frage der Ukraine zu verhandeln. Dies sei die Kernfrage für Putin gewesen - seit mehreren Jahrzehnten. Aufgrund der gescheiterten Verhandlungen sei der Konflikt nun eskaliert. Dass Biden nicht über Putins Kernfrage verhandelt hat, bezeichnet Dohnanyi als "Sünde amerikanischer Politik". Die einzige Chance auf Beendigung des Krieges sieht Dohnanyi in Washington: Biden müsse erklären, dass Präsident Selenskyj Recht habe, wenn er sagt, die Ukraine könne auch neutral sein. So könne eine Lösung herbeigeführt werden, bei der die Ukraine nicht geteilt wird. Zur ganzen Sendung vom 11.05.2022 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Ricarda Lang, Bündnis 90/Die Grünen (Co-Parteivorsitzende) Friedrich Merz, CDU (Parteivorsitzender) Bernhard Hoëcker (Schauspieler und Moderator) Robin Alexander (stellv. „Welt“-Chefredakteur) Sabine Rennefanz (Journalistin und Kolumnistin) Twitter: 🤍 #maischberger #Ukraine #Krieg #Russland #Dohnanyi

Sandra Maischberger auf Umwegen: Irre lange Taxifahrt für Interview um die Ecke | Verstehen Sie Spaß

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00:07:31
15.12.2022

Sandra Maischberger ist auf dem Weg zu einem Interview, was eigentlich ganz in der Nähe stattfinden sollte. Aber der Berliner Taxifahrer schwört hoch und heilig die Straßen besser als seine eigenen Taschen zu kennen und fährt einen anderen Weg. Als sich herausstellt, dass dieser Weg ein enormer Umweg für das Taxi, Sandra Maischberger und vor allem den Termin ist, will sie nichtmehr mit dem Taxifahrer zu tun haben. Hinzu kommt auch noch, dass der Taxifahrer jede Gelegenheit nutzt um mit der Mitfahrerin zu sprechen und sie auf ihre Geheimnisse auszuquetschen. Enormer Stress in Sandra Maischbergers Augen. Ob das beim anstehenden Interview mit unserem Lockvogel Cossu noch aufzufangen ist? #maischberger #prank #taxi Abonniere hier kostenlos unseren YouTube Kanal: 🤍 Fan werden: ARD Mediathek: 🤍 Instagram: 🤍 Facebook: 🤍 Offizielle Homepage: 🤍 Dies ist der offizielle Kanal zur Sendung "Verstehen Sie Spaß?". Hier findet ihr alle Clips der vergangenen Sendungen und alle brandaktuellen Videos unserer neusten Shows. Auf dem Programm sind zahlreiche Filme mit der versteckten Kamera, darunter Streiche, bei denen auch Prominente die eine oder andere Überraschung erleben dürften, und natürlich Interviews mit unseren Star Gästen! Schaut doch einfach rein: "Der hat's verdient" -Videos // Interviews mit unseren Lockvögeln und Opfern // Streiche mit Euch auf der Straße oder unseren Promis.

Bürgergeld: Ja oder Nein? Susanne Hansen und Nora Seitz im Gespräch | maischberger

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00:20:02
23.11.2022

Hilft das geplante Bürgergeld gegen die zunehmende Armut in Deutschland? Oder droht so eine Abwertung für all jene, die auch mit Arbeit nur knapp über den dann gewährten Betrag kommen? Darüber diskutieren bei Sandra Maischberger: Die Hartz-4-Bezieherin und Aktivistin bei #IchBinArmutsbetroffen Susanne Hansen und die Fleichermeisterin Nora Seitz, die als CDU-Mitglied dem Bürgergeld kritisch gegenübersteht. Nora Seitz fragt sich: „Was ist Arbeit in Deutschland eigentlich noch wert?“. Sie kritisiert das geplante Bürgergeld. Insbesondere mangelnde Sanktionen seien nicht angemessen. Es müsse sichergestellt werden, dass arbeitende Menschen „Anerkennung“ bekämen. Sie selbst erlebt momentan eine schwere Phase. Durch die hohen Energiepreise sind die Kosten ihrer Fleischerei gestiegen. Sie sieht das Handwerk in Deutschland in Gefahr. Susanne Hansen hingegen ist seit einigen Jahren im Hartz4-System. Unverschuldet, nach einer Trennung von ihrem Mann, der Hauptverdiener war. Nun lebt sie mit ihrem Sohn von 102 Euro in der Woche. Das sei „nicht genug“, so Hansen. Sie stellt klar: „Armut trifft dich. Krankheit, Trennung, Unfälle – es kann jeden treffen.“ Deshalb engagiert sie sich unter dem Hashtag #IchbinArmutsbetroffen, um auf die Situation einkommensschwacher Menschen in Deutschland aufmerksam zu machen. Sie hält eine Erhöhung der Hartz4-Sätze für notwendig. Das Bürgergeld sei jedoch „nicht einmal ein vollständiger Inflationsausgleich“. Auch Seitz spürt die steigenden Preise vor allem im Einkauf, muss diese im Verkauf an Kunden weitergeben. So werde die Weihnachtsgans zum „Luxusprodukt“. Auch sie stimmt einer Erhöhung des Bürgergeldes im Prinzip zu, kritisiert aber, dass der Abstand der Zahlungen in der Höhe zu nah an dem Satz des Bürgergeldes liege. Hansen kritisiert: „Das ist eine Politik, die Arme gegen die Ärmsten ausspielt“. Es brauche einen höheren Mindestlohn, der Konflikt dürfte nicht „auf dem Rücken der Ärmsten“ ausgetragen werden. Die Politik müsse Verantwortung übernehmen, denn: „Wir haben uns die Armut nicht ausgesucht.“ Zur ganzen Sendung vom 22.11.2022 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Cem Özdemir (Bundeslandwirtschaftsminister) Gerhard Delling (Sportmoderator und Journalist) Anna Schneider („WELT“) Hajo Schumacher (Kolumnist und Autor) Twitter: 🤍 #maischberger #Bürgergeld #IchbinArmutsbetroffen

Lieber Atomkraft statt Kohlekraftwerke – Greta Thunberg im Exklusiv-Interview | maischberger

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00:24:09
12.10.2022

Greta Thunberg ist die Ikone der weltweiten Klimabewegung. 2018, im Alter von 15 Jahren, begann sie in Stockholm für mehr Klimaschutz zu streiken. Nun plädiert sie dafür, dass Deutschland seine noch aktiven Atomkraftwerke länger laufen lässt: "Wenn sie schon laufen, glaube ich, dass es ein Fehler wäre, sie abzuschalten und sich der Kohle zuzuwenden", so die „Fridays For Future“-Gründerin. Es sei „eine schlechte Idee“, auf Kohle zu setzen, solange „das Andere“ noch existiere. Es gäbe weitere Alternativen zur Kohlekraft, betont Thunberg: „Ich glaube, dass es andere Wege nach vorne gibt. Mit Erneuerbaren Energien.“ Die Klimaaktivistin warnt davor, in fossile Energie zu investieren, selbst wenn verstehe, dass es nötig sei, die Bürger vor den hohen Energiepreisen zu schützen. Sie kritisiert: Die Menschen hätten sich aber auch "selbst abhängig gemacht und eine Gesellschaft geschaffen, in der wir nicht in der Lage sind, mehr als ein Jahr in die Zukunft zu schauen. Das ist nicht nachhaltig!" Greta Thunberg bemängelt, dass die Klimakrise immer noch nicht als wirkliche Notlage behandelt werde. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass dies durchaus möglich sei. Auch der Krieg dürfe nicht dafür sorgen, dass die Klimakrise aus dem Fokus gerät: „Jeder Krieg ist ein Desaster. Auf ganz vielen Ebenen. Aber wir müssen in der Lage sein, uns mit verschiedenen Dingen zur selben Zeit zu beschäftigen.“ Mit Blick auf ihre bald endende Schulzeit sagt sie: „Ich schiebe den Gedanken daran auf, weil ich dann etwas anderes machen muss. Schulstreik für das Klima geht dann nicht mehr. Es fühlt sich komisch an.“ Ein Studium im Bereich Sozialwissenschaften hält Thunberg für wahrscheinlich. Fest steht für sie: „Ich werde für den Rest meines Lebens Klimaaktivistin sein. Das bleibt wichtig.“ Zur ganzen Sendung vom 12.10.2022 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Wolfgang Kubicki, FDP (Bundestagsvizepräsident) Theo Koll (Leiter ZDF-Hauptstadtstudio) Eva Schulz (Moderatorin bei funk) Alexander Kissler (Neue Zürcher Zeitung) Twitter: 🤍 #maischberger #Klimakrise #Klimaschutz #FridaysForFuture #AKW

"Krisenhafte Situation im Herbst"? - Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach | maischberger

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00:20:36
21.09.2022

Aktuell steigen die Corona-Zahlen wieder an. Sind wir mit dem neuen Infektionsschutzgesetz für eine Infektionswelle im Herbst gerüstet? Wie viel Maske brauchen wir noch? Und wann ist die Pandemie voraussichtlich vorbei? Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) war zu Gast bei Sandra Maischberger. Lauterbach betonte im Gespräch mit Sandra Maischberger, die Wichtigkeit eines Corona-Plans für die kommenden Monate. „Wenn Herbst und Winter gut werden – wunderbar. Dann waren wir gut vorbereitet“, so Lauterbach. Er sehe darin „ein Beitrag zur Stabilität dieser krisenhaften Situation, die uns im Herbst erwarten könnte“. Zusätzlich zur Wirtschaftskrise und dem Ukraine-Krieg noch volle Krankenhausbetten zu haben, könne er nicht verantworten, betonte der SPD-Politiker. Die 4. Impfung empfiehlt Karl Lauterbach vor allem für Personen, die älter als 60 Jahre sind und für Risikopatienten. Er selbst sei 4-fach geimpft und sich dennoch infiziert, so der Minister. Zudem rät er weiterhin dazu, in den öffentlichen Verkehrsmitten Maske zu tragen. Darauf angesprochen, dass auf die Feiernden auf dem Oktoberfest ohne Maske im Zelt säßen, erklärte Lauterbach, die Teilnehmer seien freiwillig dort, wohingegen Bahnreisende auf ihrem Arbeitsweg eine andere Transportmöglichkeit hätten. Somit würde eine Maskenpflicht hier durchaus mehr Sinn ergeben. Zur ganzen Sendung vom 21.09.2022 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Karl Lauterbach, SPD (Bundesgesundheitsminister) Katrin Eigendorf (Kriegsreporterin) Roderich Kiesewetter, CDU (Außenpolitiker) Micky Beisenherz (Moderator) Dagmar Rosenfeld (Welt am Sonntag) Henrike Roßbach (Süddeutsche Zeitung) Twitter: 🤍 #maischberger #Corona #Pandemie #Infektionsschutzgesetz #IfSG

"Niemand wird die Referenden anerkennen": Wolfgang Ischinger im Gespräch | maischberger

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00:16:42
20.09.2022

Welchen Verlauf nimmt der Krieg in der Ukraine? Gibt es Hoffnung, sind die letzten Erfolge der Ukraine ein Zeichen? Wird es Verhandlungen geben? Und was ist zu halten von den angekündigten Referenden in der Ostukraine? Darüber im Gespräch mit Sandra Maischberger: Der Botschafter a.D. und Präsident des Stiftungsrats der Münchener Sicherheitskonferenz Wolfgang Ischinger. Ischinger habe schon eine geraume Zeit die „Hoffnung“ gehabt, dass die Ukraine den Kriegsverlauf umkehren könne. Schon lange sei erkennbar, „dass die russische Zielsetzung nicht erfolgreich umgesetzt werden könne“. Dennoch seien bisher nur kleine Teile der von Russland besetzten Gebiete zurückerobert worden. Der Krieg sei noch „lange nicht zu Ende.“ Die angekündigten Referenden in der Ostukraine seien „das letzte Mittel“ der Russen. Diese seien militärisch, strategisch und politisch geschwächt. International werde diese Referenden jedoch niemand anerkennen – auch nicht Russlands bisherige Verbündete wie etwa China. Sanktionen seine zwar kein „Allheilmittel“ – dennoch brauche es sie auch weiterhin. In Zukunft müsse der Westen dafür sorgen, dass es gar nicht erst zu Angriffskriegen von „Führerstaaten“ wie Russland käme. Dafür brauche es deutliche Warnungen. Zur ganzen Sendung vom 20.09.2022 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Alice Weidel (Partei- und Fraktionsvorsitzende AfD) Marie-Agnes Strack-Zimmermann (Vorsitzende Verteidigungsausschuss, FDP) Oliver Kalkofe (Comedian und Schauspieler) Gabor Steingart („The Pioneer“) Kerstin Palzer („ARD-Hauptstadtstudio“) Twitter: 🤍 #maischberger #Ukraine #Russland

ROBERT HABECK: Kurioser TV-Auftritt bei Maischberger! Und plötzlich kommt Merz richtig in Fahrt

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00:02:47
07.09.2022

ROBERT HABECK: Kurioser TV-Auftritt bei Maischberger! Und plötzlich kommt Merz richtig in Fahrt Das Bundeswirtschaftsministerium von Robert Habeck ist heftiger Kritik an Äußerungen des Grünen-Politikers zur Frage einer möglichen Insolvenzwelle entgegengetreten. Der Minister habe lediglich «den wichtigen Unterschied» zwischen Insolvenzen und Betriebsaufgaben deutlich machen wollen, erklärte eine Sprecherin am Mittwoch in einer schriftlichen Stellungnahme. Habeck hatte am Dienstagabend in der ARD-Sendung «Maischberger» auf die Frage, ob er mit einer Insolvenzwelle am Ende dieses Winters rechne, geantwortet: «Nein, das tue ich nicht. Ich kann mir vorstellen, dass bestimmte Branchen einfach erstmal aufhören zu produzieren.» Als Beispiel nannte er Blumenläden, Bioläden und Bäckereien, weil diese Läden «darauf angewiesen sind, dass die Menschen Geld ausgeben». Solche Betriebe hätten dann wirkliche Probleme, weil es eine Kaufzurückhaltung gebe. «Dann sind die nicht insolvent automatisch, aber sie hören vielleicht auf zu verkaufen», sagte Habeck. Die Ministeriumssprecherin erklärte, dass Habeck habe darlegen wollen, dass die Gefahr von «stillen Betriebsaufgaben», also Betriebsaufgaben ohne Insolvenz-Anmeldung, ein Problem für eine Volkswirtschaft darstelle und die Regierung beides im Blick haben müsse. «Der Blick auf die Insolvenzen allein» greife zu kurz. «Das Insolvenzverfahren dient dazu, das Unternehmen in einem strukturierten Verfahren möglichst zu erhalten. Demgegenüber bedeuten Betriebsaufgaben, dass Betriebe aufgeben, ohne Insolvenz anzumelden, weil sie beispielsweise sehen, dass sich ihr Geschäft wegen hoher Energiekosten schlicht nicht mehr lohnt. Betriebsaufgabe ist nicht gleichbedeutend mit einer Insolvenz.» Drohende Betriebsaufgaben aufgrund der hohen Energiekosten seien «gerade für kleine und mittlere Unternehmen ein ernstes Problem», heißt es weiter. Unionspolitiker hatten zuvor mit großer Empörung auf Habecks Ausführungen reagiert. Unions-Fraktionschef Friedrich Merz unterstellte Habeck Hilflosigkeit in der aktuellen Krise: «Man kann nur hoffen, dass ein Großteil der deutschen mittelständischen Unternehmer und vor allem der Bäckerinnen und Bäcker um diese Uhrzeit schon im Bett gelegen haben und geschlafen haben und das nicht mit ansehen mussten», sagte der CDU-Chef am Mittwoch im Bundestag. #habeck #merz #bundestag Der WELT Nachrichten-Livestream 🤍 Abonniere den WELT YouTube Channel 🤍 Die Top-Nachrichten auf WELT.de 🤍 Unsere Reportagen & Dokumentationen 🤍 Die Mediathek auf WELT.de 🤍 WELT Nachrichtensender auf Instagram 🤍 WELT auf Instagram 🤍 In eigener Sache: Wegen des hohen Aufkommens unsachlicher und beleidigender Beiträge können wir zurzeit keine Kommentare mehr zulassen. Danke für Eurer Verständnis - das WELT-Team Video 2022 erstellt

Ricarda Lang (Bündnis ‘90/Grüne) und Thorsten Frei (CDU) im Gespräch | maischberger

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00:24:53
29.06.2022

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (B‘90/Die Grünen) warnt vor Energie-Drosselungen im Herbst und Winter. Können Kohlekraftwerke die Versorgungslücke schließen? Sollten die AKW-Laufzeiten verlängert werden? Darüber diskutieren die Parteivorsitzende der Grünen Ricarda Lang und der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Thorsten Frei. CDU-Politiker Frei spricht sich für eine temporäre Verlängerung der drei sich noch am Netz befindenden Atomkraftwerke aus. Grundsätzlich finde er den Ausstieg aus der Kernenergie richtig, so Frei. Doch für die kurzfristigen Energieversorgungsengpässe brauche es die Atomkraft als Übergangslösung: „Zunächst müssen wir die Probleme des nächsten Winters lösen – da werden wir mit den Erneuerbaren allein nichts erreichen können“, erklärt Frei. Sicherheitsprobleme sehe er nicht. Ricarda Lang plädiert dafür, konsequent auf erneuerbare Energie zu setzen. Mit dem Ausrufen der Alarmstufe 2, was die Gasversorgung angehe, sei bereits ein großer Schritt getan. Zudem habe man den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigt, des Weiteren werde die Industrie mit Anreizen zum Gassparen angehalten. Jeder könne Energie sparen, dabei sei jedoch auf soziale Gerechtigkeit zu achten, so Lang. Gemeinsam könne man so Putins Versuch, Europa zu spalten, „ein Stoppschild entgegenhalten“. Ricarda Lang sprach sich außerdem für eine mögliche Verlängerung des 9-Euro-Tickets aus, sofern es wirklich positive Anreize für klimafreundliches Verhalten setze. Hierfür müssten jedoch noch die entsprechen Daten ausgewertet werden. Die Grünen-Politikerin spricht von einem „Riesen-Erfolg“: „Dass die Leute es annehmen, dass es funktioniert, das haben wir ja gesehen.“ Thorsten Frei kritisiert, dass Bewohner ländlicher Räume, die nicht auf den ÖPNV umsteigen können, von dieser Entlastungsmaßnahme der Bundesregierung nicht profitieren würden. Auch den Tankrabatt sieht Frei nicht als Erfolg an. Zur ganzen Sendung vom 29.06.2022 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Hanna Polonska (Butscha-Überlebende) Eckart von Hirschhausen (TV-Moderator und Arzt) Sabine Adler („Deutschlandfunk“-Journalistin) Rainer Hank (Wirtschaftsjournalist und „FAS“-Kolumnist) Twitter: 🤍 #maischberger #energieversorgung #atomkraft #kernkraft #grüne #cdu

"Russland kann wieder eine Demokratie werden" - Gerhart Baum (FDP) | maischberger

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00:22:58
06.10.2022

Gerhart Baum kämpft seit Jahrzehnten für die Menschenrechte, aktuell mit einer Strafanzeige gegen Wladimir Putin und Militärangehörige vor dem Generalbundesanwalt. Am Mittwoch war er zu Gast im Studio bei Sandra Maischberger. Genauso, wie man nicht nur Nazi-Deutschland sehen dürfe, dürfe man nicht nur Putins Russland sehen: „Putin-Russland ist nicht das ganze Russland, es gibt noch das andere Russland“. Daran, dass Russland wieder eine Demokratie werden kann, zweifelt Baum nicht. Er ist überzeugt: „Ich halte jeden Menschen für freiheitsfähig. Wir werden alle frei geboren“, betont der FDP-Politiker. Im Hinblick auf eine Beteiligung Deutschlands an einer möglichen Eskalation des Krieges sagt Baum: „Wenn wir uns da einer Erpressung beugen, dann ist das das Ende unserer Politik“. Es gäbe keine andere Alternative, als in den Krieg einzutreten. Putin müsse in die Lage gebracht werden, „dass er Abstand nimmt von einem aggressiven Imperialismus“. Einen kurzzeitigen Waffenstillstand zu erreichen, nütze nichts, so Baum – das System sei strukturell aggressiv: „Wir dürfen nicht noch einmal die Augen verschließen wie bei der Krim und dann werden wir wieder überrascht von neuen Aggressionen“. Mit dem vorläufigen Weiterbetrieb mehrerer Atomkraftwerke in Deutschland zeigt sich Baum zwar einverstanden, erinnert aber an die Tatsache, dass es sich ursprünglich um eine Übergangstechnologie handele. Die Entsorgungsfrage sei außerdem nicht geklärt. Was die enormen Preissteigerungen in der aktuellen Krise betrifft, erklärt der frühere Innenminister, die jüngere Generation müsse ihre Erwartungen an den Wohlstand reduzieren. Baum betont: „Wenn wir so weiterleben, dann muten wir den künftigen Generationen zu, ihre Freiheit stärker einzuschränken, als wir das jetzt tun." Zur ganzen Sendung vom 05.10.2022 geht es hier: 🤍 Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: 🤍 Außerdem zu Gast waren: Amira Mohamed Ali, Die Linke (Fraktionsvorsitzende) Norbert Röttgen, CDU (Außenpolitiker) Urban Priol (Kabarettist) Mariam Lau (Die Zeit) Gregor Peter Schmitz (Stern) Twitter: 🤍 #maischberger #Krieg #Waffenlieferungen #Energiekrise

Greta Thunberg: Why Germany should focus on nuclear power instead of coal | maischberger

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00:23:48
12.10.2022

She is the icon of the global climate movement. At the age of 15, she started striking for more climate protection in Stockholm. Now she pleads for Germany to keep its nuclear power plants running longer: "If we have them already running, I feel that it's a mistake to close them down in order to focus on coal," says Greta Thunberg, now 19, in a personal interview. "The Climate Book" by Greta Thunberg will be published on 27 October 2022.

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